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Filme gesehen: KW 43

Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi, Ang Lee, US 2012)
Ein indischer Junge verunglückt auf einer Schiffsreise und landet mit dem familieneigenen Tiger in einem Rettungsboot. Es folgt eine – wie der Film immer wieder betont – tatsächlich unglaubliche Geschichte, mit einigen ebenso unglaubwürdigen wie tollen Momenten. Auch wenn man sich des öfteren fragen dürfte, warum denn jede zweite Szene so unecht aussehen muss, sollte man bis zum Schluss dranbleiben. Denn die Pointe ist wirklich großartig.
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The Place beyond the Pines (Derek Cianfrance, US 2012)
Ryan Gosling als kleinkrimineller Motorradprofi und Bradley Cooper als aufstrebender Polizist mit Gewissenskonflikten – The Place beyond the Pines hat alles, was ein bodenständiges Familiendrama im Hinterland braucht, vor allem interessante und packende Figuren. Immer wieder überrascht der Film, insbesondere mit toller Kameraarbeit und in der Art seiner Erzählung. Drei Akte mit unterschiedlichen Protagonisten zeigen, wie einen die Vergangenheit auch nach langer Zeit noch einholen kann. Leider verliert der Film im letzten Drittel etwas an Faszination und Dynamik. Eine etwas kürzere Laufzeit hätte ihm gut getan.
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Maleficent – Die dunkle Fee (Maleficent, Robert Stromberg, US 2014)
Ich stehe diesen modernen und angeblich so „düsteren“ Realverfilmungen von Märchenstoffen ja eher skeptisch gegenüber – Disneys Maleficent hat mich darin sogar noch bestärkt. Die Geschichte der dunklen Fee aus Dornröschen mangelt es an allen Ecken und Enden: uninteressante und teils einfach nur lächerliche Figuren, erzwungener Pseudo-Humor, eine Logiklücken und eine vorhersehbare Handlung, was natürlich in der Natur der Sache liegen mag, aber trotzdem zu wenig Überraschendes bietet, als dass hier Spannung oder Interesse entstehen mag. Die größten Probleme des Filmes sind wohl aber Angelina Jolie, der ich ihre Rolle oftmals einfach nicht abnehmen kann, und – noch viel entscheidender – dass sich Disney nicht wirklich entscheiden konnte, ob der Film nun für ein jüngeres oder älteres Publikum gedacht ist.
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Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett (Bedknobs and Broomsticks, Robert Stevenson, US 1971)
Und noch ein Disneyfilm, diesmal aber einer aus der Ära von Mary Poppins. Im Jahre 1940 ist die angehende Hexe Caroline Price gezwungen, drei aus London evakuierte Kinder bei sich aufzunehmen, woraufhin sich eine abenteuerliche Reise entspinnt. Sicherlich kein herausragendes Werk, das zumindest mir zuvor unbekannt war. Dennoch ist es beachtenswert, wie Disney es schafft, aus Hexerei, fußballspielenden Zeichentricktieren, Nazis und Geisterrüstungen in eine halbwegs kohärente Geschichte zu zaubern.
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Slumdog Millionär (Slumdog Millionaire, Danny Boyle, UK 2008)
Und noch ein Film über einen indischen Jungen, der den meisten aufgrund der Oscar-Auszeichnung schon bekannt sein dürfte, jetzt aber endlich mal von mir nachgeholt wurde. Danny Boyle ist ja immer ein potentieller Kandidat für Filme, die großartig beginnen, am Ende jedoch komplett auseinanderfallen (siehe 28 Days Later oder Sunshine). Slumdog Millionär aber ist nicht nur auf visueller und auditiver Ebene großartig, sondern auch unglaublich clever und packend erzählt: die Teilnahme des Protagonisten bei Wer wird Millionär nutzt Boyle als Grundlage für eine Reise durch die moderne indische Kultur und um die Probleme der dortigen Jugend zu zeigen, die zwischen Armut, Müll und Kriminalität aufwächst. Verdienter Oscar.
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Safe – Todsicher (SAFE, Boaz Jakin, US 2012)
Film mit Jason Statham. Muss man dazu noch mehr sagen? Es geht um irgendwelche Mafia-Banden und ein entführtes Mädchen und Codes und Geld und eine CD mit Daten und bla. Ist denn wenigstens die Action gut? Schon, aber leider viel zu spärlich vorhanden und komplett zerschnitten. Ganz unterhaltsam beim ersten mal, aber danach wieder schnell vergessen.
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