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Filme gesehen: KW 46

Wrestling (Michel Brault u.a., CAN 1961)
Eine halbstündige Kurzdokumentation über die Wrestling-Szene Montreals in den 60er Jahren. Was zunächst nur mäßig interessant klingt, wird in tollen Bildern präsentiert und liefert einen unterhaltsamen, kurzweiligen Einblick in einen Sport, der sich seit Jahren anscheinend kaum verändert hat. Schauspielkämpfe hatten schon vor 50 Jahren einen ähnlich hohen Unterhaltungswert wie heute (mit der Ausnahme, dass die Akteure damals noch eine zumindest halbwegs natürliche Figur hatten).
moviemagnet

Snowpiercer (Bong Joon-ho, KOR/USA 2013)
Snowpiercer ist einer dieser Filme, die man im DVD-Regal gerne mal ignoriert, weil sie nach 08/15-Actionfilmen aussehen (vielen Dank an den Cover-Designer). Dabei verpasst man in diesem Falle so viel: eine großartige Idee, auf die sich der Film gründet; fantastische (also wirklich: richtig fantastische) Bilder, die wir dem südkoreanischen Regisseur zu verdanken haben; und eine verdammt spannende Geschichte. Getrübt wird der Gesamteindruck aber leider durch ein recht ernüchterndes Ende.
imdb / Trailer

Die Bestimmung – Divergent (Divergent, Neil Burger, USA 2014)
Divergent hingegen ist genau einer dieser Filme, die ich im DVD-Regal gerne mal ignoriere, weil sie nach 08/15-SciFi-Filmen aussehen. Meine Voraussage, dass es um zwei auserwählte Teenager ginge, die in einer dystopischen Zukunft leben und die Menschheit vor irgendeiner fremdartigen Bedrohung retten müssen, hat sich (bis auf das „fremdartig“) dann auch vollkommen erfüllt. Was soll man noch sagen? Divergent gehört in dieselbe Kiste wie Ender’s Game oder Rubinrot: belanglose, öde Romanverfilmungen vom Reißbrett mit ebenso öden Figuren und Darstellern, die man nach zwei Tagen komplett vergessen hat.
imdb / Trailer

Titanic (James Cameron, USA 1997)
Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich mich dazu überredet lassen habe, diesen Schinken noch einmal anzusehen. Ich fand ihn schon vor 8 Jahren nicht sonderlich gut – und finde ihn heute sogar noch schlechter. Das mag daran liegen, dass vieles von dem, was Cameron in seinem Megaprojekt zeigt, mittlerweile zum übelsten Klischee geworden ist. Oder daran, dass diese aufgedrückte Liebesgeschichte viel zu ausführlich und langatmig erzählt und damit das eigentliche „Highlight“ – der Untergang des Schiffes – zur Nebenhandlung degradiert wird.
imdb / Trailer

Sin nombre – Zug der Hoffnung (Sin nombre, Cary Fukunaga, MEX/USA 2009)
Serienfans kennen Cary Fukunaga bereits von seiner tollen Regiearbeit bei True Detective. Auch Sin nombre trägt deutliche Zeichen seiner Handschrift: eine ruhige und nüchterne Erzählung um ein junges Mitglied der lateinamerikanischen Gang Mara Salvatrucha, das die Flucht ergreifen muss. Sicherlich kein Klassiker, trotzdem ein sehr gelunges und teilweise schockierendes Werk.
imdb / Trailer

Good Will Hunting – Der gute Will Hunting (Good Will Hunting, Gus Van Sant, USA 1997)
Will Hunting ist ein rebellischer Anfang-20er mit einem fotografischen Gedächtnis, der eines Tages von einem renommierten Mathematikprofessor entdeckt wird. Um seine sozialen Schwierigkeiten soll sich fortan der Therapeut Sean Maguire kümmern. Matt Damon und insbesondere Robin Williams brillieren hier in zwei der besten Rollen, die ich jemals von beiden gesehen habe. Van Sants Film ist eine berührende und positive Drama-Komödie, die dazu anregt, sich über seine eigene Identität klar zu werden.
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Serie: The Walking Dead (amc, USA 2010-…) – Staffel 4
Ja, auch diese Staffel habe ich in einer Woche durchgesuchtet. Und das ohne Ermüdungserscheinungen. Ein derber Knaller in der Mitte der Staffel, mehr Zeit, die sich die Autoren nehmen um ihre Figuren zu entwickeln und auszuarbeiten, und ein hochspannendes Ende, das Lust auf die fünfte Season macht: The Walking Dead wird mit fortlaufender Dauer nicht unbedingt besser – aber auch definitiv nicht schlechter.
imdb / Trailer

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