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Filme gesehen: KW 3 2015

Hercules (Brett Ratner, USA 2014)
Dwayne Johnson ist einer dieser Schauspieler, den ich stets gerne sehe, egal, was für eine Rolle er spielt. Das ist auch bei Hercules, der aktuellsten Filmumsetzung des griechischen Mythos, nicht anders. Erwähnenswert ist vor allem, wie der Film versucht, die Legende auf ein „rationales“ Niveau herabzusenken: Wie schon bei Christopher Nolans Batman-Filmen ist der titelgebende Held keine Gestalt mit übermenschlichen Fähigkeiten – sondern ein normaler (wenn auch unsagbar starker) Mensch, der nur durch den Volksmund zum Halbgott gemacht wird. Größter Kritikpunkt ist da noch die Harmlosigkeit in der Gewaltdarstellung. Es muss ja nicht dermaßen viel Blut wie in einem 300 fließen. Aber wenn all die epischen Schlachten nur mit ein paar Tropfen auskommen müssen, wirkt das schon ein wenig seltsam.
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Findet Nemo (Finding Nemo, Andrew Stanton/ Lee Unkrich, USA 2003)
Letzte Woche habe ich mich noch über diese Art von Filmen beschwert. Findet Nemo geht aber nach wie vor in Ordnung – auch beim fünften mal ansehen. Das liegt vor allem an den durchweg gelungenen Figuren/Tieren und dem brillianten Erzähltempo, das immer wieder im richtigen Moment wechselt. Kennt zwar schon jeder, trotzdem Empfehlung meinerseits.
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Moon (Duncan Jones, UK 2009)
So, wie Moon beginnt, könnte man meinen, es handle es sich um einen innovativen SciFi-Film mit hohem philosophischem und emotionalem Potenzial: es dreht sich alles um einen einzelnen Mann, der – unterstützt durch eine vom großartigen Kevin Spacey geprochene KI – die einzige Besatzung einer Mondbasis für Methan-Abbau ist. Nun hätte man hieraus eine wundervolle Geschichte über Einsamkeit und Isoliertheit machen können. Stattdessen ist das Ganze eine kafkaeske Abhandlung über den Wert des menschlichen Lebens und über die ethischen Konflikt von Fortschritt und Forschung, auf die hier aus Gründen der Spoilerfreiheit nicht weiter eingegangen werden soll. Moon ist hoch spannend und berührend geschrieben, insgesamt also ein guter Film, von dem ich mir aber dennoch einiges mehr erwartet hatte.
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Die Klapperschlange (Escape from New York, John Carpenter, USA/UK 1981)
John Carpenter zeigt uns hier, was ein richtig cooooler 80er-Actionheld braucht: Tanktop, Augenklappe und eine traumhafte Firsur. So gerüstet muss Snake Pliskin in Die Klapperschlange (übrigens mal ausnahmsweise ein guter deutscher Titel) das größte Gefängnis der Welt infiltrieren: Manhattan Island. Carpenter entwirft eine düstere und irrsinnige Zukunftsvision, untermalt sie brilliant mit Musik – und meint das trotz allen Trashcharmes vollkommen ernst. Aber der Mann kann’s halt. Und Kurt Russel in der Rolle zu sehen, die später zum Vorbild für Solid Snake wurde, ist ohnehin ziemlich awesome.
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The Fountian (Darren Aronowsky, USA 2006)
Wie kann ich diesen Film beschreiben? Als Krebs-Drama, das auf drei Ebenen erzählt wird und bei dem man in den ersten 20 Minuten mal so gar nichts begreift? Als Film mit einer gelungenen und spannenden Story, die einen am Ende aber doch etwas ratlos zurücklässt? Als einen Film, der vollgestopft ist mit Computereffekten und wie wild mit Symbolen und Metaphern um sich wirft? In dessen Sprache und Bildern man sich bestens verlieren kann und von dem man am Ende dann doch ein wenig gerührt ist?
Ja, ungefähr so.
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American Werewolf (An American Werewolf in London, John Landis, USA 1981)
Wenn dieser Film in diversen Bestenlisten zu Praktischen Specialeffects auftaucht, dann mag das sicherlich seine Berechtigung haben. Und ja: Wenn sich der Protagonist nach einem Werwolfangriff das erste mal in einen eben solchen verwandelt, dann sieht das tatsächlich auch heute noch äußerst beeindruckend aus. Ein richtig schöner Old-School-Horrorstreifen aus einer Zeit, in der Monster noch das ganz, ganz große Ding waren – mit einem richtig schön derben Finale.
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Trainspotting – Neue Helden (Trainspotting, Danny Boyle, UK 1996)
Immer wieder hatte man mich gefragt: „WAS? Du hast noch nie Trainspotting gesehen?“ Habe ich hiermit nachgeholt. Nach 15 Minuten hatte mich der Film bereits abgeholt – wohl aufgrund seiner rotzigen Attitüde und seines Stils, die beide einige Jahre später wohl auch Finchers Fight Club beeinflusst haben. Die Geschichte um einen heroinsüchtigen, jungen Schotten, der bei seinen wiederholten Versuchen, clean zu werden, stets versagt, ist nicht nur richtig gut, sondern auch großartig erzählt. (P.S.: Irgendwer hatte mal behauptet, der Film würde Drogenkonsum verharmlosen. Seriously??)
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