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Filme gesehen: KW 13 2015

Asterix erobert Rom (Les Douze Travaux d’Astérix, René Goscinny/Albert Uderzo/Pierre Watrin, FRA 1976)
Ich hatte es letzte Woche bereits angerissen: die alten Asterix-Filme sind großartig. Asterix erobert Rom gehört dabei zweifelsfrei zu meinen Lieblingen. Allein wegen der kongenialen Passierschein A38-Sequenz ein grandioser Film.
imdb / Ganzer Film auf YouTube

Secretary (Steven Shainberg, USA 2002)
Eine junge und unsichere Dame trifft auf einen erfolgreichen Geschäftsmann und wird von ihm in die Welt des Sadomaso eingeführt. Es mag sich vielleicht so lesen, aber das hier ist nicht 50 Shades of Grey – auch wenn die Parallelen zum Film mit dem zweitgrößten Hype des Jahres teils extrem sind. Was Secretary aber beachtenswert macht, ist die Tatsache, dass die Faszination für diesen Sexualitäts-Aspekt vermittelt wird, ohne dass es wirklich explizit oder peinlich skandalisierend wird. Steven Shainberg gibt sich alle Mühe, seine Figuren glaubhaft und tief zu zeichnen – und hat damit einen wirklich tollen, wenn auch außergewöhnlichen Liebesfilm und eben keinen verkappten Softporno geschaffen.
imdb / Trailer

Alien 3 (Alien³, David Fincher, USA 1992)
Es herrscht ja Konsens darüber, dass die letzten beiden Teile der Alien-Quadrologie nicht an die ersten beiden herankommen. Dem kann ich mich nach der Sichtung von David Finchers Alien-Verfilmung nur anschließen, was vor allem an den zahlreichen Handlungslücken und dem CGI liegt, das heute einfach nicht mehr brauchbar ist. Aber trotzdem ist Alien 3 kein kompletter Reinfall, denn Fincher liefert hier dann doch einige tolle Szenen und eine überwiegend spannende Story ab.
imdb / Trailer

Doomsday – Tag der Rache (Doomsday, Neil Marshall, GBR 2008)
Diesen Film in irgendein konkretes Genre zu packen, ist nahezu unmöglich. Doomsday ist reines Mash-Up: SciFi-Agenten-Thriller trifft auf Endzeit trifft auf Mittelalterfilm (!) trifft auf Horrorfilm. Das Ganze basiert aber auf einem durchaus interessanten Szenario. Nachdem in Schottland eine Seuche ausgebrochen ist, wird das gesamte Land von der Außenwelt abgeschirmt; 25 Jahre später soll eine britische Agentin dort nach einem Heilmittel für die Seuche suchen. Das wirkt dann wie eine wirre Kombination aus Die Klapperschlange, Mad Max, Underworld und einigen anderen Werken, kann absolut nichts Neues liefern, hat teilweise unfassbar platte Dialoge und Figuren – und macht dennoch ziemlich viel Spaß (wenn man sich einmal an Neil Marshalls Fetisch für platzende Körper gewöhnt hat).
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White House Down (Roland Emmerich, USA 2013)
Der aktuelle Film von unserem Mann in Hollywood! Roland Emmerich hat ja schon so einiges verbrochen, liefert aber trotzdem hin und wieder einen annehmbaren bis guten Film ab. White House Down gehört glücklicherweise eher zur zweiten Kategorie. Klar: das Ganze trieft vor US-Patriotismus, die Action ist teilweise furchtbart geschnitten und der Drehbuchautor hatte ein ums andere mal wohl keine Lust mehr, sich noch Mühe zu geben. Der Film funktioniert jedoch – u.a. durch das wunderbar zusammenwirkende Hauptdarsteller-Duo aus Channing Tatum und Jamie Foxx,  aber vor allem, weil er sich insgesamt nicht allzu ernst nimmt. Netter Polit-Action-Thriller, der wie eine moderne Version von Stirb Langsam wirkt.
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Anna und der König (Anna and the King, Andy Tennant, USA 1999)
Hier haben wir ein Hauptdarsteller-Duo, das auf den ersten Blick ein wenig befremdlich wirkt, im Ergebnis aber toll miteinander harmoniert: Jodie Foster und Chow Yun-Fat. Eine englische Lehrerin wird im 19. Jahrhundert nach Siam gerufen, um die Kinder des dortigen Königs zu unterrichten. Klassisches, herzerwärmendes Kampf-der-Kulturen-Thema, das sich am Ende entsprechend auflöst und von seinen Bildern und Figuren lebt. Wärmste Empfehlungen für alle Historien-Film-Fans, auch wenn die zweite Hälfte ein wenig schwerfällig ist.
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The Killer (Dip hyut sheung hung, John Woo, HKG 1989)
Chow Yun-Fat zum Zweiten, diesmal jedoch in einer dieser Rollen, die ihn berühmt gemacht haben: als Auftragskiller, der für die Erblindung einer jungen Dame verantwortlich ist und mit seiner letzten Mission das Geld für ihre Augenoperation verdienen will. Dass dabei alles schief geht, ist vorprogrammiert, ebenso wie das Blutbad, das daraus folgen muss. The Killer ist brutalstes Hong-Kong-Gangster-Action-Kino der alten Schule mit einer Ästhetik, die in typischen westlichen Filmen undenkbar wäre. Bildgewaltig, kompakt und hoch spannend geschrieben, gnadenlos – und das alles durch ein unfassbar tragisch-emotionales Ende abgerundet. Ganz großes Asia-Kino.
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