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Filme gesehen #29

Diese Woche mit Drachenzähmen leicht gemacht, The Ward, Die Royal Tenenbaums, Universe, Grand Budapest Hotel, Shining und Super High Me.

Drachenzähmen leicht gemacht (How to train your Dragon, Dean DeBlois/Chris Sanders, USA 2010)
Ein weiterer High-Class-Animationsfilm von DreamWorks. Was soll man da noch groß Neues erzählen? Natürlich funktioniert hier alles: Story, Figuren, Humor, Gefühle, Stil – alles auf gewohnt hohem Niveau. Mit dem Wikinger-Setting hat man zudem mal was frisches ausprobiert. Und obendrein gibt’s noch ein furioses Finale, wahrscheinlich eines der bildgewaltigsten und monumentalsten, das ich bis jetzt bei einem Animationsfilm gesehen habe. Top.
imdb / Trailer

The Ward – Die Station (The Ward, John Carpenter, USA 2010)
Da will man sich mal einen schönen Horrorfilmabend mit Großmeister Carpenter machen und dann bekommt man sowas. Wenn man als Setting eine psychiatrische Anstalt für Frauen in den 1960ern vorgesetzt bekommt, dann kann man ja schon mit einigen Klischees rechnen. The Ward ist zumindest atmosphärisch – beim Horror allerdings versagt der Film auf ganzer Linie. Ein lächerliches Monster/Geister-Design und die vorhersehbarsten Jumpscares, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Und spätestens wenn die Geschichte am Ende dermaßen pseudo-intellligent aufgelöst wird, ist man nur noch angeödet.
imdb / Trailer

Die Royal Tenenbaums (The Royal Tenenbaums, Wes Anderson, USA 2001)
Ein wunderschönes Familiendrama um einen ehemals erfolgreichen Anwalt (gespielt von einem großartigen Gene Hackman), der durch Vortäuschen einer Krankheit seine seit 20 Jahren zerstrittene Familie unbeabsichtigt wiedervereint. Grand Budapest Hotel hatte mich im letzten Jahr erstmals auf Wes Anderson aufmerksam gemacht – nach Die Royal Tenenbaums bin ich nun vollkommen angefixt. Bildaufbau, Kameraarbeit, Musik, Humor: Anderson zeigt hier auf gekonnteste Weise seinen ganz individuellen Film- und Erzählstil, der einfach nur toll ist. Da gibt’s für mich noch viel nachzuholen.
imdb / Trailer

Universe (Roman Kroitor/Colin Low, CAN 1960)
Halbstündige Dokumentation über unser Sonnensystem, die heutzutage nicht mehr Inhalt als ein Lehrfilm für Fünftklässler bietet. Immerhin gibt es einige tolle Bilder und Effekte, die damals bestimmt ganz beeindruckend waren. Eignet sich immerhin als Hintergrundfilm für das Nachmittagsnickerchen.
imdb / Ganzer Film auf YouTube

Grand Budapest Hotel (The Grand Budapest Hotel, Wes Anderson, UK/DEU/USA 2014)
Grand Budapest Hotel war, wie gesagt, mein erster Kontakt zu Wes Anderson. Und auch bei der zweiten Sichtung hat der Film nichts von seinem Zauber verloren, sondern – im Gegenteil – sogar noch dazugewonnen. Durch Andersons fast schon zwanghaften Drang zur Symmetrie entsteht hier eine Puppenhausoptik, die zwar wirklich wunderschön ist – aber gerade im direkten Vergleich mit den Royal Tenenbaums fällt dann doch auf, wie stilisiert und artifiziell sein aktuelles Werk ist. Da ist es verständlich, dass so viele Fans sagen, Grand Budapest Hotel sei zwar gut, aber nicht Andersons bester Film. Letztlich nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.
imdb / Trailer

Shining (The Shining, Stanley Kubrick, UK/USA 1980)
Zweiter Horrorfilmversuch dieser Woche – und der ist diesmal geglückt. Denn Kubricks Klassiker ist ein waschechter Psycho-Horror-Trip allererster Güte. Shining geht auch heute noch an die Nerven, was am grandiosen Zusammenspiel von Musik, Kulissen, Kameraarbeit (erstmals Steadicam) und Schauspiel liegt. Einen weiteren Klassiker von meiner Liste abgehakt.
imdb / Trailer

Super High Me (Michael Blieden, USA 2007)
Super High Me sollte im Prinzip eine Parodie auf das 30-Tage-Fast-Food-Experiment Super Size Me werden und ist am Ende zu einem funktionierenden, eigenständigen Film gewachsen. Der Comdian und leidenschaftliche Kiffer Doug Benson bleibt einen Monat lang nüchtern – und ist einen zweiten Monat dauerhaft high. Neue Argumente zur „Legalize it“-Debatte liefert der Film zwar nicht und natürlich muss dieser performative Dokumentar-Stil wie immer sehr vorsichtig genossen werden. Einen deutlichen Pluspunkt gibt es dann aber doch: Super High Me ist (dank zahlreicher Stand-Up-Einlagen) einfach nur verdammt witzig.
imdb / Ganzer Film auf Clipfish

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