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Filme gesehen #42

Diese Woche mit Chappie, (500) Days of Summer, Die Steuerfahnderin, Stand by me, Unknown Identity, Now and Then und Requiem for a Dream.

Chappie (Neill Blomkamp, USA/MEX 2015)
Neill Blomkamp wird den Fluch des großartigen Erstlingswerkes nicht mehr los. Wie Elysium muss sich auch sein dritter Film am kongenialen District 9 messen lassen – und enttäuscht ein weiteres mal. Nach einem extrem starken Anfang baut Chappie sukzessive ab und endet schließlich in klischeebehafteter SciFi-Romantik, zudem nimmt die deutsche Snychro wohl sehr viel Charme aus der Geschichte. Schade, wie all das Potenzial um den namensgebenden, infantilen Roboter ungenutzt liegen bleibt. Für mich als Blomkamp-Fan traurigerweise sein bisher schlechtester Film.
imdb / Trailer

(500) Days of Summer (Marc Webb, USA 2009)
Er sucht die große Liebe, sie will nichts Festes: (500) Day of Summer ist sowohl inhatlich als auch formal eine ziemlich ungewöhnliche RomCom, die innerhalb dieses Genres zudem mit einem angenehm frischen Finale aufwartet. Die unchronologische Erzählweise trägt ihr Übriges dazu bei. Ein Film für jeden unter 40, dem man höchstens ankreiden könnte, dass er ein wenig zu sehr den Geist der Hipster-Bewegung atmet.
imdb / Trailer

Die Steuerfahnderin (Marusa no onna, Jûzô Itami, JPN 1987)
Letzte Woche war es ungewollterweise der zweite Teile, der auf meiner Watchlist landete, diese Woche also der erste. Und der ist nochmal deutlich besser als sein Nachfolger: insbesondere die Protagonistin und ihr Antogonist sind in Die Steuerfahnderin wesentlich besser gezeichnet, die Story ist stringenter und das Over-Acting nicht ganz so krass. Sehr schöner und leichter Wirtschaftskrimi, den man sich problemlos ansehen kann.
imdb / Ganzer Film auf YouTube (fälschlicherweise unter dem Titel des zweiten Teils)

Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (Stand by Me, Rob Reiner, USA 1986)
Eine Gruppe von vier Jungs aus einem kleinen Kaff begibt sich auf die Suche nach der Leiche eines Jungen, der irgendwo in der Wildnis angeblich von einem Zug überrollt wurde. Daraus entspinnt sich eine wunderbare Geschichte über Freundschaft und Jugend, die bei den meisten ganz wohlige Gefühle an vergangene Zeiten wecken dürfte. Perfekter Film für den Sommer.
imdb / Trailer

Unknown Identity (Unknown, Jaume-Collet Serra, USA/DEU 2011)
Dr. Martin Harris reist nach Berlin, wird in einen Autounfall verwickelt, erwacht ein paar Tage später aus dem Koma und muss feststellen, dass er plötzlich ein Niemand ist: ein anderer Mann hat seine Identität übernommen. Die teils gravierenden Logiklöcher (wusste gar nicht, dass Thanksgiving hier in Deutschland als Feiertag gilt) muss man ignorieren können, dann erwartet einen ein recht spannender Thriller, der sogar eine halbwegs akzeptable Auflösung zu bieten hat. Außerdem ist es ja mal wieder erfrischend, den Neeson mal in einer Rolle zu sehen, in der er nicht jeden mit drei Handbewegungen ins Jenseits schickt.
imdb / Trailer

Now and Then – Damals und heute (Now and Then, Lesli Linka Glatter, USA 1995)
Das, was Stand by me für Jungen ist, ist Now and Then für Mädchen: Eine Gruppe von vier Mädchen aus einem kleinen Kaff sucht nach den Todesumständen eines Jungen, der vor mehreren Jahren verstorben ist. Und auch hier: sehr berührende Geschichte um Freundschaft und Jugend, die außerdem mit toller Musik unterlegt ist, allerdings nicht ganz so stringent wie ihr männliches Equivalent erzählt ist. Dennoch sehr empfehlenswert.
imdb / Trailer

Requiem for a Dream (Darren Aronofsky, USA 2000)
Anfangs war ich von Requiem for a Dream eher genervt als begeistert: viel zu hektisch die Bilder und die Schnitte, viel zu blass und kühl die Farben und viel zu wirr und zerstückelt kam mir die Story vor. Doch zu welchem Ende Aronofsky diese Geschichte führt, hat dann alles rausgerissen. Das hier portraitierte Schicksal von vier Süchtigen ist – zumindest beim ersten mal Anschauen – dermaßen unbequem und hart, dass ich kaum noch still sitzen konnte. Ob diese Wirkung beim zweiten mal auch noch erreicht wird, ist fraglich. Aber zumindest für dieses eine mal hat Requiem for a Dream ein verdammt heftigen Eindruck hinterlassen.
imdb / Trailer

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