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Trailerpark #3: „Es ist schwer, ein Gott zu sein“

Es ist schwer, ein Gott zu sein (Trydno byt bogom, Aleksey German, RUS 2015)

Als ich diesen Trailer vor einiger Zeit aus reiner Neugier und Unwissenheit anklickte, hatte ich nicht den kleinsten Hauch einer Ahnung, was da auf mich zukommen würde.

Bereits das erste Bild wirkt absurd und befremdlich, was sich im Verlaufe des Trailers nur noch steigert. In trister Schwarzweiß-Optik präsentiert man uns eine abstoßend-abscheuliche Szenerie, Schmutz und Schlamm sind sofort auf der eigenen Haut spürbar. Kulissen, Requisiten, Make-Up – alles ist hier offensichtlich mit größtem Aufwand und verdammt viel Liebe zum Detail gestaltet worden zu sein.

Dabei ist der Trailer zu Es ist schwer, ein Gott zu sein auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so außergewöhnlich. Klar, in das Muster aktueller Hollywood-Trailer passt er schon allein deshalb nicht, weil er angenehmerweise kaum etwas über den Inhalt des Filmes verrät. Gezeigt werden lediglich einige Versatzstücke, die in der zweiten Hälfte nur kurzzeitig von bedrohlicher Synthie-Musik untermalt werden.
Was diesen Trailer für mich jedoch so sehr auszeichnet, ist die Tatsache, dass er wie viele andere Promoclips nicht einfach so vorübergeht – sondern einen starken Eindruck hinterlässt. Dieser Trailer zeigt Wirkung, man hat sofort eine Meinung. Ob diese auf der einen Seite nun Ekel, Abscheu, Ratlosigkeit, Ablehnung oder auf der anderen Seite – wie bei mir – absolute Faszination ist, steht auf einem anderen Blatt. Es wird aber recht schnell klar, dass Es ist schwer ein Gott zu sein kein gewöhnlicher Film ist. Das liegt auch an den eingeblendeten Pressezitaten, die ich in jedem anderen Trailer als ästhetischen Bruch und blanken PR-Mist abtue, denen ich hier jedoch jedes einzelne Wort glaube.

Ein Jammer, dass Es ist schwer, ein Gott zu sein hierzulande nur in einigen wenigen Filmspielstätten (und dort wohl offensichtlich auch nur in Einzelvorstellungen) zu sehen sein wird. Bleibt nur, auf einen frühen Heimkino-Release zu hoffen.

Offizieller Kinostart: 3.9.2015
Aktuelle Informationen zu den deutschlandweiten Vorstellungen findet ihr auf der Website www.schwergottzusein.de

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