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Filme gesehen #50

Diese Woche mit Lost in Translation, Guardians of the Galaxy, Morning Glory, Duell – Enemy at the Gates, Timecrimes und Die Legende der Prinzessin Kaguya.

Lost in Translation (Sofia Coppola, USA/JPN 2003)
Bill Murray als gealterter Schauspieler und Scarlett Johannson als junge Frau, die mit ihrer Beziehung unzufrieden ist: beide begegnen sich in Tokio, freunden sich an und kommen sich immer näher. Ein altbekannter und eigentlich schon ausgereizter Grundplot, der hier aber angenehm unspektakulär und unpathetisch umgesetzt wurde und nicht annähernd so klischeehaft endet, wie man das zunächst befürchten könnte. Guter Film, dessen einziges größeres Manko es ist, dass die japanische Kultur fast nur Kulisse ist.
imdb / Trailer

Guardians of The Galaxy (James Gunn, USA 2014)
Definitiv einer der besseren Marvel-Filme, wenn auch kein außergewöhnlicher oder ein an sich brillantes Werk. Der Soundtrack ist immer noch der Wahnsinn, der Antagonist immer noch extrem flach und der Humor immer noch auf gutem bis sehr gutem Niveau. Daran ändert sich auch – wie ich nun feststellen konnte – im Originalton nichts.
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Morning Glory (Roger Michell, USA 2010)
Auf den ersten Blick erschien mir Morining Glory wie eine typische RomCom: Rachel McAdams spielt eine überdrehte und motivierte Programmdirektorin, die die erfolglose Morning-Show eines Fernsehsenders wieder auf Trab bringen soll. Der „Rom“-Anteil ist jedoch angenehm gering gehalten, dafür liefert der Film mit Harrison Ford als griesgrämiger Journalistenlegende einen fantastischen Counterpart für McAdams. Äußerst unterhaltsamer Film über das Mediengeschäft, der mal nicht gewollt kritisch, sondern angenehm locker daherkommt.
imdb / Trailer

Duell – Enemy at the Gates (Enemy at the Gates, Jean-Jacques Annaud, DEU/FRA/UK/USA/IRL 2001)
Wohl einer der wenigen Weltkriegsfilme aus Hollywood, die sich mal der Ostfront widmen. Im Mittelpunkt steht Wassili Saizew, der sich in Stalingrad einen Namen als berüchtigter Scharfschütze macht und zum Zahnrad in der Propagandamaschine der Sowjets wird. Auch wenn das Ganze niemals nur ansatzweise die Intensität eines James Ryan erreicht, was vor allem an den vollkommen durchschnittlichen Gefechtsszenen liegt, ist Duell dennoch ein guter wenn auch überpathetischer Kriegsfilm, der insbesondere von den spannenden Scharfschützenduellen lebt. Die Liebesgeschichte hätte man sich zwar sparen können, am positiven Gesamteindruck kratzt das aber nur marginal.
imdb / Trailer

Timecrimes – Mord ist nur eine Frage der Zeit (Los Cronocrímenes, Nacho Vigalondo, SPN 2007)
Ein kleiner, spanischer Film, in dem ein Mann auf der Flucht vor einem Verbrecher zufällig in einer Zeitmaschine landet und wenige Stunden in die Vergangenheit geschickt wird. Das Ganze ist sympathisch (schwarz-)humoristisch verpackt und auch wenn man den Twist schon meilenweit gegen den Wind riecht, packt einen der Film dann doch noch und führt zu einem gelungenen Finale. Vollste Empfehlung.
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Die Legende der Prinzession Kaguya (Kaguya-hime no Monogatari, Isao Takahata, JPN 2013)
Vermutlich eines der letzten großen (bzw. großartigen) Werke von Studio Ghibli. Und was für eines: Die Legende der Prinzessin Kaguya ist zwar „lediglich“ ein lupenreines Märchen, das in diesem Anime allerdings mit einem grandiosen Zeichenstil umgesetzt wurde und nach einem etwas zu seichten Einsteig einige grandiose Momente liefert. Nicht unbedingt etwas für die ganz Kleinen, wer aber gute Animes zu schätzen weiß, wird keinesfalls enttäuscht werden.
imdb / Trailer

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