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Filme gesehen #57

Diese Woche mit Big Bad Wolves, Im Schatten des Zweifels und Dante’s Peak.

Big bad Wolves (Mi mefakhed mehaze’ev haraAharon Keshales/Navot Papushado, ISR 2013)
Ein israelischer Kriminal-Thriller, in dem ein Polizist einen pädophilen Mörder jagt. Das ist kein sonderlich innovatives Story-Konzept, aber fantastisch umgesetzt. Denn einerseits ist die Gewalt, die hier ausgeübt wird, für alle gleichermaßen schmerzhaft – für die Opfer, den Protagonisten und den Zuschauer. Andererseits ist dieser Film, der ein eigentlich so schreckliches Thema behandelt, mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors gewürzt. Big Bad Wolves schwankt permanent zwischen extrem unangenehmen, expliziten Gewaltakten und absurden WTF-Momenten, bei denen man sich fast dafür schämt zu lachen. Und rundet das Ganze noch mit einem großartigen, weil äußerst bedrückendem Finale ab. Vollste Empfehlung.
imdb / Trailer

Im Schatten des Zweifels (Shadow of a Doubt, Alfred Hitchcock, USA 1943)
Und noch ein Thriller, aber ein deutlich subtilerer. Im Schatten des Zweifels erzählt die Geschichte einer spießigen US-Kleinstadtfamilie. Der wohlhabende Bruder der Mutter taucht nach etlichen Jahren der Abwesenheit wieder auf und sehr schnell wird klar, dass mit ihm und seinem Reichtum etwas nicht stimmt. Das ist deutlich spannender, als es sich zunächst anhören mag, und auf filmischer Ebene (Hitchcock sei Dank) natürlich auch unantastbar gut umgesetzt. Einzig das Ende wirkt nach heutigen Maßstäben ein wenig zu hastig – das tut der Qualität des Films allerdings keinen Abbruch.
imdb / Trailer

Dante’s Peak (Roger Donaldson, USA 1997)
Katastrophenfilm nach Schema F: Ein Vulkanologe reist in eine US-Kleinstadt nahe eines schlafenden Vulkans, untersucht dort die Umgebung und stellt schnell fest, dass einiges im Argen liegt. Nicht nur, dass Pierce Brosnan mal wieder beweist, dass er ein vollkommen überschätzter Schauspieler ist – Dante’s Peak macht den selben Fehler, den so viele Filme dieses Genres machen: es dauert eine knappe Stunde, bis endlich mal etwas passiert. Bis dahin ist dieser Film ziemlich langweilig, wenn’s dann endlich mal losgeht, geht aber immerhin ordentlich was zu Bruch. Kann man machen, muss man jedoch nicht.
imdb / Trailer

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