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Best of 2015: Meine Top 10 Filme des Kinojahres

Teil zwei meines persönlichen Jahresrückblicks. 2015 war mal wieder ein sehr starkes Kinojahr – sowohl in qualitativer als auch wirtschaftlicher Hinsicht. Es war das Jahr der Reboots und der hypererfolgreichen Blockbuster, das Jahr von Star Wars VII und einiger kleiner, feiner Arthouse-Filme. Ein letzter Blick zurück.

10. Taxi Teheran (Taxi, Jafar Panahi, IRN 2015) taxi teheran poster
Taxi Teheran hat keine explizite, politische Aussage – und gerade das macht ihn zu einem hochpolitischen Film. Regisseur Jaffar Panahi spielt einen Tag lang Taxifahrer, operiert nur mit mehr oder minder versteckten Kameras und zeichnet damit ein Portrait des Alltags in Teheran. Der Gewinner des Goldenen Bären 2015 ist ein kleiner, sympathischer Film, der von seinen authentischen und liebenswerten Figuren lebt und die Grenze zwischen Fiktion und Realität gekonnt verwischt.
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9. Slow West (John Maclean, UK/NZL 2015) slow west poster
Noch so ein Juwel: Kodi Smit-McPhee und Michael Fassbender – der Mann mit dem Lauf – reisen im späten 19. Jahrhundert durch die USA. Immer Richtung Westen. Slow West ist ein kurzweiliger und spannender Western, der in jeder Szene eine kleine Überraschung bereithält. Skurril wie die Cohens und stilsicher wie Tarantino: John Maclean hat hier einen Film abgeliefert, der das Potential zum Genre-Klassiker hat.
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8. Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht (Star Wars Episode VII: The Force Awakens, J.J. Abrams, USA 2015) star-wars-das-erwachen-der-macht-poster
Eigentlich wollte ich Star Wars 7 aus dieser Liste ausschließen. Zu frisch waren meine Eindrücke, zu unsicher war ich mir meiner endgültigen Meinung. Doch mittlerweile habe ich meinen Frieden mit Das Erwachen der Macht gemacht – und sogar mit Kylo Ren. Star Wars 7 ist kein Meisterwerk, aber ein mehr als gelungener Startschuss für eine neue Trilogie. Die Atmosphäre stimmt, die Figuren sind sympathisch, die Action ist super. Und das wichtigste: Das Erwachen der Macht macht derbe Lust auf die kommenden Filme.
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7. Alles steht Kopf (Inside Out, Pete Docter/Ronnie Del Carmen, USA 2015) inside-out poster
Pixar meldete sich im Jahr 2015 mit einem Paukenschlag zurück – einem Film, der gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet ist. Alles steht Kopf zeigt, was die kreativen Köpfe hinter Toy Story, Findet Nemo und Co. so groß gemacht hat: simple Storyprämissen, die mit einer unglaublichen Kreativität und viel Witz umgesetzt werden, emotionale Sweetspots treffen und eine einfache (aber deswegen nicht weniger gültige) Botschaft vermitteln. Ganz großes Animationsfilmkino.
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6. Es ist schwer, ein Gott zu sein (Trudno byt bogom, Aleksei German, RUS 2013) schwer ein gott zu sein poster
Der russische Monumental-Schwarz-Weiß-Film ist eigentlich schon ein alter Hut: Knapp 2 Jahre hat es gedauert, bis es dieses dreistündige Machwerk auf die deutschen Leinwände geschafft hat. Es ist schwer, ein Gott zu sein ist einer der visuell wie atmosphärisch beeidruckensten und bedrückensten Film, die ich je gesehen habe. Auch wenn die Geschichte dabei eher im Hintergrund steht und alles andere als leicht verständlich ist – für Arthouse-Fans gibt es kein Vorbei an diesem Film.
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5. Whiplash (Damien Chazelle, USA 2014) whiplash poster
Miles Teller und der für diese Rolle zu Recht oscarprämierte J.K. Simmons liefern sich ein musikalisches Duell, das eine der einprägsamsten Schüler-Lehrer-Geschichten der letzten Jahre und dabei auch noch angenehm klischeebefreit ist. Das hypnotische Stakatto der Drums, die Energien, die hier fließen, und die Leidenschaft, die allmählich an die Grenze zum Wahnsinn stößt, sind absolut mitreißend und machen Whiplash für mich zum zweitbesten Musikfilm des Jahres.
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4. Ex Machina (Alex Garland, UK 2015) ex machina poster
K.I.s sind im Trend: Chappie und insbesondere Avengers 2 gaben 2015 diesbezüglich den kommerziellen Ton an. Doch Ex Machina widmete sich diesem Thema am seriösesten. Alex Garland inszeniert ein Kammerspiel, in dem jeder der vier Darsteller einen fantastischen Job macht. Ex Machina ist ein erzählerische sowie audiovisuelle Perle und ein Film, der den Zuschauer gekonnt hinters Licht führt.
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3. Straight outta Compton (F. Gary Gray, USA 2015) soc poster
Als Rapfan war Straight outta Compton natürlich Pflicht für mich und umso schöner ist es, dass dabei ein Film herausgekommen ist, der auch allen anderen die Faszination an dieser Musik und Kultur nahe bringen kann. Ein grandioses Casting und die authentische Machart lassen die leichten erzählerischen Schwächen der zweiten Hälfte locker verschmerzen. Vor allem aber gelingt es dem N.W.A.-Biopic bei dem, worauf es hier wirklich ankommt, vollsten zu glänzen: bei der Musik. Die dröhnte mit einer solchen Wucht aus den Kinosaal-Boxen, dass man nicht anders konnte, als mitzunicken.
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2. Mad Max: Fury Road (George Miller, USA/AUS 2015) mad max poster
Der Kampf um die Spitze war hart – und George Millers vierter Mad Max-Film hat dabei leider nur den Zweiten gemacht. Der Altmeister hat mit Fury Road den definitiv besten Actionfilm des Jahres abgeliefert, der eine Wonne für Augen und Ohren gleichermaßen ist. Tom Hardy ist wie immer gut – das wahre Kunststück war es jedoch, Charlize Theron zum eigentlichen Star des Films zu machen. Fury Road hangelt sich von einer imposanten Szene zur nächsten, ist eine nahezu perfekte Synthese aus Alt und Neu und in Summe ein grandiose Achterbahnfahrt, die Actionfans und Nicht-Actionfans gleichermaßen mitreißt.
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1. Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit) (Birdman or (The unexpected Virtue of Ignorance), Alejandro González Inárritu, USA 2014) birdman poster
Viele hassen ihn und ebenso viele lieben ihn: Birdman, anfang des Jahres mit Oscars überschüttet, ist mein Film des Jahres 2015. Das liegt zum ersten am Konzept des Pseudo-Oneshots und dessen Umsetzung. Zum zweiten an den Schauspielern, denn ich sehe Michael Keaton, Emma Stone, Edward Norton und Co. auch beim dritten und vierten mal noch voller Begeisterung zu. Und zum dritten am fantastischen Percussion-Soundtrack. Birdman mag zu keiner konkreten Aussage kommen – aber genau darin liegt seine satirische Stärke. Nach wie vor bin ich von diesem Film genauso begeistert wie damals, als ich aus dem Kino kam. Und deshalb kann ich nicht anders, als ihn zu meinem Lieblingsfilm 2015 zu erklären.
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Und damit wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen noch besseren Start ins Jahr 2016!

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