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Filme gesehen #67

Diese Woche dreimal mit klassischem, amerikanischem Erzählstoff in mäßiger Ausführung: Road to Perdition, Brokeback Mountain und Southpaw.

Road to Perdition (Sam Mendes, USA 2002)
30er-Jahre-Setting und Tom Hanks. Damit hat Road to Perdition eigentlich genug Eigenschaften, um ein guter Film zu sein. Und das ist die Story um einen Mafia-Handlanger, der den Mord an seiner Familie rächen will, im Prinzip auch, wären da nicht zwei große Probleme, die zwar absolut subjektiv sind, mir aber besonders stark aufgestoßen sind. Zum einen ist das der Wechsel im Erzähltonus: Wenn die erste düstere Hälfte plötzlich einer vergleichsweise humoristischen zweiten weicht, dann will das irgendwie nicht passen. Zum zweiten ist das die Tatsache, dass man jede Szene aus Road to Perdition so oder so ähnlich bereits in diversen anderen Gangster- und Rache-Filmen gesehen hat. Damit wirkt Sam Mendes‘ Werk im Summe leider ziemlich unoriginell.
imdb / Trailer

Brokeback Mountain (Ang Lee, USA/CAN 2005)
Mal ehrlich: Eigentlich dachte ich immer, ich wäre tolerant. Aber Jake Gyllenhaal und Heath Ledger, zwei Schauspieler, die man gemeinhin mit heterosexuellen Rollen assoziiert, auf einmal in einer Liebesbeziehung mit einigen ziemlich intimen Momenten zu sehen, wirkte schon recht befremdlich. Natürlich geht es Brokeback Mountain aber genau darum, die eigene Meinung zum Thema Homosexualität zu hinterfragen, was auch klappt. Wäre nur schön gewesen, wenn das Ganze nicht so zäh und überdramatisiert verpackt wäre.
imdb / Trailer

Southpaw (Antoine Fuqua, USA 2015)
Nach dem äußerst gelungenen Creed der zweite Boxfilm in dieser Woche – und der ist tatsächlich nicht so schlecht, wie ich es zunächst erwartet hatte. Jake Gyllenhaal spielt seine Rolle als Boxer mit Mike-Tyson-Komplex nämlich verdammt gut, darf sich dabei jedoch viel zu selten im Ring beweisen. In Southpaw nimmt der Sport nur eine Nebenrolle ein, dafür wird dem persönlichen Drama und der allenfalls durchschnittlichen Figurenzeichnung zu viel Platz eingeräumt. Zumindest überzeugen die wenigen Kampfszenen und vor allem das Finale. Eine gute halbe Stunde weniger hätte Southpaw wirklich gut getan.
imdb / Trailer

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