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Filme gesehen #72

Diese Woche drei knallharte Männerfilme und einmal ebenso berührendes wie intelligentes Kino: Olympus has fallen, Fearless, Half Nelson und Straight outta Compton.

Olympus has fallen – Die Welt in Gefahr (Olympus has fallen, Antoine Fuqua, USA 2013)
Der Zwilling dieses Films – Emmerichs White House Down – war zwar ein ziemlich dämlicher, aber auch extrem unterhaltsamer Film. Der Grund dafür: er nahm sich nicht wirklich ernst. Olympus has fallen macht das genaue Gegenteil. Aus der selben Prämisse – Terroristen (diesmal Koreaner) nehmen das Weiße Haus ein und den Präsidenten gefangen – wird ein todernster Actionfilm. In der Hauptrolle Gerard Butler, der erneut beweist, dass er mit 300 seinen Zenit erreicht hatte. Fuqua-typisch beginnt das Ganze recht gut, wird im Laufe seiner zwei Stunden aber immer schlechter und schwachsinniger, die Schnitte immer schneller und hektischer, bis man am Ende einfach nur froh ist, wenn dieser hanebüchene Spuk vorbei ist.
imdb / Trailer

Fearless (Huo Yuan Jia, Ronny Yu, HKG/USA 2006)
Ein Martial-Arts-Film, wie er im Buche steht: Jet Li als Kampfsportler, der im China des frühen 20. Jahrhunderts zum besten Kämpfer des Landes werden will – und das auch schafft. Nicht nur sind die zahlreichen Kampfsequenzen wurderbar durchchoreografiert, das Ganze ist auch noch in eine epische Geschichte verpackt, die es thematisch problemlos mit Shakespeare aufnehmen kann. Ein Mann, der seinem Ziel so verbissen folgt, dass er moralisch verfällt, alles verliert und sich – von seinen Sünden befreit – schließlich wieder an die Spitze kämpft. Ganz, ganz großes Kino.
imdb / Trailer

Half Nelson (Ryan Fleck, USA 2006)
Was man nicht alles aus einem eigentlich verbrauchten Storygerüst machen kann. Ryan Gosling als drogenabhängiger, freigeistiger Geschichtslehrer, der seinen Schülern lieber was für’s Leben als für die Schule mitgeben will, freundet sich mit einer Schülerin an, die in Gegenwart von Dealern und Gangbangern aufwächst. Half Nelson ist zwar recht grob erzählt und fordert dem Zuschauer ab, zwischen den Zeilen zu lesen, ist im Summe aber eine großartige Geschichte einer Freundschaft zweier (scheinbar) verschiedener Menschen. Berührend, ergreifend und an genau dem Punkt zu Ende, an dem es hätte kitschig werden können. Vollste Empfehlung.
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Straight outta Compton (F. Gary Gray, USA 2015)
Seit meinem Kinobesuch, der mich begeistert zurückließ, wollte ich das N.W.A.-Biopic unbedingt noch einmal im O-Ton sehen. Gesagt, getan und das Offensichtliche hat sich bestätigt, nämlich dass die deutsche Synchro selbstverständlich nicht mit dem verspielten, fast schon kunstvollem Slang des Originals mithalten kann. Das macht Straight outta Compton aber nicht zwangsläufig zu einem besseren Film, da die Längen und der Fokusverlust der letzten Hälfte beim zweiten Mal umso deutlicher werden. Trotzdem immer noch einer meiner Favoriten aus dem letzten Jahr und nach wie vor ein sehr guter Film, dem man die Liebe zur Musik und Subkultur zu jeder Sekunde anmerkt und der vor allem durch seinen grandiosen Cast glänzt.
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