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Filme gesehen #73

Diese Woche mit drei Filmen aus klassischen Genres, darunter ein echtes Juwel: James Bond 007 – Spectre, Scream und There will be blood.

James Bond 007 – Spectre (Spectre, UK 2015)
Wie schon bei Skyfall haben sich auch beim neuesten Bond-Film mal wieder die Gemüter gespalten. Während mir der dritte Craig-Bond noch recht gut gefiel, gehöre ich beim vierten eher zur kritischen Fraktion. Sicher, die Story-Grundlagen, die in den letzten Filmen gelegt wurden, sind nun endlich zu einer ordentlichen und spannenden Geschichte zusammengeführt worden. Und Dave Batista macht als zweite Hand des Obermuftis einen extrem guten Job. Doch einer Handvoll toller Actionsequenzen steht eine ebenso große Zahl langweiliger Actioneinlagen sowie öde bis ermüdende Zwischenstücke gegenüber. Spectres Hauptprobleme sind, dass er sich zum einen viel zu lang anfühlt – und zum anderen, dass bei Christoph Waltz‘ Darstellung von Blofeld viel Potential liegen gelassen wird. Ganz abgesehen vom furchtbaren Titelsong. Gerade für einen James Bond-Film bietet Spectre leider zu wenig Gutes.
imdb / Trailer
3,5Scream – Schrei! (Scream, Wes Craven, USA 1996)
Ein Horrorfilm-Klassiker, der bisher leider an mir vorbeigegangen war. Nun endlich nachgeholt und ja: die Bezeichnung „Klassiker“ ist hier durchaus angebracht. Scream ist ein spannender Whodunit ohne die übernatürlichen Elemente der alten (und auch aktuellen) Horrorfilmschinken. Und natürlich ist dieses permanent Spiel mit Genre-Elementen, Referenzen und deren Brüchen das eine, herausstechende Merkmal von Wes Cravens Geniestreich. Und hey, sogar die Auflösung passt. Kennt vermutlich schon jeder, aber trotzdem höchst empfehlenswert.
imdb / Trailer
5,0There will be Blood (Paul Thomas Anderson, USA 2007)
Ewig dümpelte There will be Blood in meiner Netflix-Watchlist rum und erst jetzt wird mir klar, welch monumentales Werk ich da verpasst habe. P.T. Anderson-untypisch geht diesmal äußerst ernst und zitatbefreit zu. Ein herausragend guter Daniel Day Lewis spielt den Unternehmer Daniel Plainview, der sich vom Goldgräber zum Ölgräber und schließlich zum -magnaten hocharbeitet. There will be Blood ist ein Film, der die zwei Pfeiler der amerikansichen Kultur – Kapitalismus und Religion – in den Ring wirft und einen bösartigen, bissigen Kampf zwischen beiden heraufbeschwört. Tolle Bilder, großartiger Soundtrack, brillantes Schauspiel und eine Story, die trotz zweieinhalb Stunden Laufzeit von Anfang bis Ende zu fesseln vermag.
imdb / Trailer
5,5

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