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Filme gesehen #79

Kleine Namensänderung für diese Kategorie und dazu gibt’s fünf Filme, von denen zumindest drei empfehlenswert sind: James Bond – Der Mann mit dem goldenen Colt, End of Watch, Ted 2, The Descent und Hard Boiled.

James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt (The man with the golden Gun, Guy Hamilton, UK 1974)
So langsam mausert sich Roger Moore zu meinem Lieblings-Bond. Ohne Schirm, dafür mit Charme und Kanone geht es diesmal erneut nach Ost-Asien, wo er einen Profikiller jagen muss. Der wird verkörpert vom großartigen Christopher Lee. Was den Mann mit dem goldenen Colt aber zu einem solch tollen Bond-Film macht, ist die Tatsache, dass es nicht um den Untergang der Welt oder eine riesige Verschwörung geht – sondern um ein bodenständiges Duell Mann gegen Mann, das dennoch (oder gerade deswegen) hoch-spannend ist.
imdb / Trailer
5,0End of Watch (David Ayer, USA 2012)
Schwer zu glauben, dass David Ayer, der zuletzt Sabotage und Herz aus Stahl verbrochen hat, vor diesen beiden Nullnummern solch einen frischen und packenden Film wir End of Watch inszeniert hat. In pseudo-dokumentarischem Stil begleiten wir zwei Polizisten (Jake Gyllenhaal und Michael Peña) durch deren Einsatzalltag in L.A. und stolpern gemeinsam mit ihnen in allerlei seltsame und drastische Situationen. Das ist ebenso witzig wie unterhaltsam und spannend – und hat sogar ein ordentlichen Ende zu bieten. Lediglich die Schießereien, die total authentisch wirken wollen, warten leider mit recht billigen Effekten auf. Ansonsten: Top!
imdb / Trailer
4,5Ted 2 (Seth MacFarlane, USA 2012)
Seth MacFarlane, oder vielmehr: Seth MacFarlanes Humor hat mittlerweile seinen Zenit überschritten. Die Fortsetzung zur durchaus unterhaltsamen Komödie Ted mit dem sprechenden Kuschelbären, dessen Humor alles andere als jugendfrei ist, hätte es gar nicht gebraucht. Dass die Dramaturgie total flach ist – geschenkt, ist ja schließlich ’ne Komödie. Aber auch die Gags (von denen die besten mal wieder im Trailer verbraten wurden) sitzen nur in den seltensten Fällen. Comedy-Timing ist im Zeichentrick dann doch was anderes, als im Realfilm. Für ein paar Lacher trotzdem ganz okay.
imdb / Trailer
2,5The Descent – Abgrund des Grauens (The Descent, Neil Marshall, UK 2005)
Und auch Horror will gelernt sein. Wenn sechs weiße Mittelstands-Tussis (die beim besten Willen kaum zu unterscheiden sind) bei einer Höhlenklettertour verschüttet werden, kann daraus ein brauchbarer Survival-Film entstehen. Stattdessen packt man aber lieber ein paar verunstaltete Menschenfresser in diese Höhle und macht daraus einen mittelmäßigen Horrorstreifen, der an den üblichen Logiklücken zu knabbern hat. The Descent ist zwar angenehm kurzweilig und auch einigermaßen unterhaltsam – geht aber im Sumpf der durchschnittlichen B-Movie-Horrorkost gnadenlos unter.
imdb / Trailer
2,5Hard Boiled (La sau san taam, John Woo, 1992)
Sehr viel habe ich vom Meister des Hong-Kong-Actionkinos zwar noch nicht gesehen und dennoch lässt sich sagen, dass Hard Boiled wohl einer seiner besten Filme ist. Chow Yun-Fat mimt den vermutlich schießwütigsten Polizisten aller Zeiten, zerlegt Tee-, Lager- und Krankenhäuser, zersiebt dutzende Waffenschmuggler und sorgt damit für einen Film, der zu den besten seines Genres gehört. Bilder, Inszenierung, Spannungsbogen – alles vom Feinsten. Und dazu noch eine Plansequenz, die schlicht grandios ist. Schusswaffen-Ballett par excellence – Bombe.
imdb / Trailer
5,5

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