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Action as a Storytelling-Device

Im deutschsprachigen Raum sind Videoessays zu Filmen, Serien und Videospielen noch eine Randerscheinung – im anglo-amerikanischen hingegen sind die kritisch-analytischen Video-Beiträge schon längst zu einer relevanten Größe auf YouTube und Vimeo geworden.

Zu meinen bisherigen Lieblingskanälen im Filmbereich – Every Frame a Painting, Wisecrack, Nerdwriter1 und Now you see ithat sich nun ein weiterer gesellt, den ich hier kurz vorstellen und euch ans Herz legen möchte: Rossatron.

Wie das Kanalbild bereits erahnen lässt, dreht sich auf diesem YouTube-Kanal alles um das, was das moderne Blockbuster-Kino definiert: Action. Der Londoner Ross Peacock übt sich selbst in Regie und Schnitt, arbeitete zuvor bei den Videospielschmieden SEGA und Rocksteady und veröffentlicht seit zwei Jahren jeweils fünf- bis zehnminütige Videoessays in wöchentlichen Abständen.

Peacocks thematischer Schwerpunkt sollte vor allem Freunden des gut gemachten Genre-Kinos zusagen, denn neben Actionfilmen beschäftigt er sich gelegentlich auch mit Science-Fiction- und Horror-Kino. Im Zentrum steht jedoch immer die Kinetik: Neben den handwerklichen Aspekten (Kamera, Schnitt) spielt vor allem die narrative Relevanz der Action eine Rolle. Denn jede noch so gute Choreografie ist belanglos, wenn es keine Figuren gibt, die dem Zuschauer am Herzen liegen. Im besten Fall hingegen kann gute Action weit über das reine Spektakel hinausgehen und ein eindrückliches erzählerisches Mittel sein.

Sehr schön auch: Peacock vermittelt all das in klaren, verständlichen Worten, mit einer ordentlichen Prise Humor und unterlegt seine Argumente mit aussagekräftigen Bildern. Wer sich für einen analytischen Blick auf Actionszenen und -filme interessiert, der ist hier goldrichtig.

Hier geht’s zum Kanal!

Welche Video-Essayisten könnt ihr noch empfehlen?

4 Kommentare zu „Action as a Storytelling-Device Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich muss vorweg gestehen, ich bin kein Experte auf dem Feld der Kinetik. Ich hab zwar einige Filme gelesen, aber dennoch neige ich wie vermutlich die meisten Menschen zu sogenannten küchentischpsychologischen Anschauungen und Interpretationen. Diese Videoessayisten sind mit Sicherheit alles Experten. Dennoch scheint mir das irgendwie zu sprunghaft und oberflächlich. Und eigentlich habe auch weder das Werkzeug, noch die Kenntnisse um sowas zu kritisieren. Ich habe nur meine subjektive Wahrnehmung und meine Vorliebe für bestimmte Filme. Ich hoffe das reicht.

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    • Gerade bei diesem Kanal gefällt mir aber, dass es keine hochwissenschaftlich-abgehobene Auseinandersetzung ist, keine unverständlichen Analysen. Vielmehr spricht hier einer ebenfalls aus seiner eigenen, subjektiven Perspektive in klaren, verständlichen Kategorien. Dem kann man zustimmen oder nicht – ich stimme auch nicht mit allem überein. Aber es sind doch einige sehr interessante Ansätze dabei.

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    • Die anderen beschäftigen sich zwar nur teilweise mit Filmen, sondern behandeln auch Serien, Bücher, Spiele usw. Aber da sind einige sehr interessante und intelligente Beiträge dabei, vor allem bei Wisecrack 😉

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