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Filme gesehen #146

Diese Woche mit Der Zauberer von Oz, Das fünfte Element und To the Bone.

Der Zauberer von Oz (The Wizard of Oz, Victor Fleming, USA 1939)
Einer der ersten, großen Farbfilme – was muss das für eine Erleuchtung für die damaligen Kinogänger gewesen sein! Wenn die Schwarz-Weiß-Aufnahmen der ersten 20 Minuten endlich in Farbe umschlagen, dann ist das auch heute noch ein wahrlich magischer Moment. Prächtige Kulissen, eine detailverliebte Ausstattung und bereits damals: das symbolische Spiel mit den Farben. Alles weitere an Der Zauberer von Oz ist Hollywood in seiner „goldensten“ Form: Diverse Musik- und Tanzeinlagen, ordentlich Klamauk, Standarddrehbuch, von dem man ob der Tatsache, dass es sich um eine altbekannte Geschichte handelt, aber nicht allzu viel erwarten sollte. Ein bisschen Meckern muss ich aber über das Ende. Dass ein paar Spritzer Wasser ausreichen, um der bösen Hexe den Garaus zu machen, ist dann doch arg anti-klimatisch.
imdb / Trailer

Das fünfte Element (Le Cinquième Élément, Luc Besson, FRA 1997)
Hätte ich mir eigentlich noch vor Valerian ansehen sollen, ist stattdessen aber danach, wenn auch noch am gleichen Abend geschehen. Und um ehrlich zu sein: Ich hatte diesen Film dann doch schlechter beziehungsweise überschätzter in Erinnerung, als er ist. Allein das Setdesign ist so viel besser und greifbarer, als die CGI-Überflut von Valerian, auch der Humor wirkt weniger gezwungen und kann deshalb besser zünden. Die Figuren sind sympathischer und ikonischer. Und die Handlung? Ja, auch die ist sowohl anspruchsvoller und symbolistischer, als auch unterhaltsamer und packender. Das fünfte Element fühlt sich jünger an, als er ist. Und wie grandios ist denn bitteschön die Prügelei zum Operngesang geschnitten?
imdb / Trailer

To the Bone (Marti Noxon, USA 2017)
Nachdem bei mir bereits Okja einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, gelingt Netflix der Doppelschlag mittels To the Bone. Der schildert die Therapie einer Magersüchtigen, was allerdings „nur“ als Sprungbrett für eine Mischung aus tief berührendem Familiendrama und Romanze dient. Was sich vielleicht nach pathetischem Kitsch anhört, ist letztlich auch genau das, allerdings in so liebenswerter und ehrlicher Weise, dass man ihm das voll abnimmt. Gut dosierte Momente der Freude durchbrechen immer wieder die grau-schwarze Decke, unter der sich die Protagonistin eingekugelt hat. Dieser Film kommt ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit zahlreichen authentischen Charakteren daher und bietet sogar einen Keanu Reeves, der seinen Rolle als Therapeut erstaunlich gut ausfüllt. Größte Schwachstelle: Der letzte emotionale Twist des Films wird in drei oberflächlichen Minuten abgehandelt. So fehlt ein echter Ausklang. (P.S.: Wozu ich mich in Ermangelung von Wissen nicht groß äußern will, ist die Frage, ob dieser Film Magersucht verharmlost. Meinem Empfinden nach kann ich dem nicht zustimmen.)
imdb / Trailer

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