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No Way Out – Gegen die Flammen

Only the Brave, Joseph Kosinski, USA 2017

Heldengeschichten sind das Grundnahrungsmittel von Hollywood. Und welche Personen gelten allgemeinhin als Helden des Alltag? Richtig: Feuerwehrleute. Insofern ist es ein wenig überrascht, dass No Way Out wohl einer der ersten Filme auf Blockbusterniveau ist, der sich diesem Berufsbild widmet. Im Fokus der Geschichte stehen Feuerwehrleute aus Arizona, angeführt von Josh Brolin, die anscheinend auf Navy-Seal-Niveau ausgebildet werden. So oder so: Der Film lässt kaum eine Gelegenheit verstreichen, um zu zeigen, wie hart, widerstandsfähig und motiviert diese Kerle sind.

Und sogar Drogenabhängigen (wie jener Figur, die Miles Teller verkörpert) helfen sie, indem sie ihnen eine Perspektive bieten. Alles bestens also? Nicht ganz. Mehr als die Hälfte des Films widmet sich dem Bemühen der Truppe, zu sogenannten Hotshots zu werden. Jene Typen, die bei großflächigen Waldbränden an vorderster Front stehen. Währenddessen lernen wir die einzelnen Mitglieder kennen, bauen eine Verbindung zu ihnen auf und müssen schließlich zur Erkenntnis kommen: Diese Kerle sind nicht nur fit und kompetent, sondern auch echt sympathisch.

Inszenatorisch ist das alles durchweg solide. Doch so wirklich schlägt der Funke (ha ha…) erst am Ende über. Dann nämlich geschieht etwas, das den Zuschauer mit der Wucht eines Dampfhammers trifft. So wird No Way Out in den finalen Minuten von einem guten zu einem sehr guten Film, der trotz seiner Prämisse auf die große Patriotismus-Keule verzichtet. Sehr zu empfehlen.

imdb / Trailer

Bild: (c) Studiocanal

8 Kommentare zu „No Way Out – Gegen die Flammen Hinterlasse einen Kommentar

  1. Um deine Worte im Fazit aufzugreifen:
    Das Ende macht den Film für mich von einem passablen zu einem guten Film. Hatte ich Anfang des Jahres im Kino gesehen. Kann deine Kurzbesprechung also mit Abstrichen unterschreiben 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Ich hab den jetzt auch mal gesehen, nachdem ich mich eigentlich jahrelang drauf gefreut hab. Aber irgendwie verstehe ich warum der bei uns keinen Verleih fand. Dieses ach so dramatische Ende hat mich irgendwie nicht abgeholt, da man bei einem Film wie diesem fast sowas vermuten muss. Warum sollte es sonst einen Film über eine Fire fighter Crew geben? Es hat mich also nicht so richtig berührt. Auch wenn die 1,5 Stunden vorher eigentlich klassisch gutes Character Building betrieben wird. Aber letztendlich war mir das alles viel zu amerikanisch, zu viel Pathos, zu gewöhnlich.

    Gefällt 1 Person

      • Ja das kenn ich von anderen Filmen, die ich jetzt aber mangels Spoiler nicht nennen kann 🙂 aber das trifft einen schon nachhaltig und hebt einen Film auf eine andere Stufe. Bei Granite Mountain (so der ursprüngliche Titel) hats bei mir leider nicht geklappt.

        Gefällt 1 Person

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