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Ein Brief an Momo

Momo e no Tegami, Hiroyuki Okiura, JPN 2011

Momo ist eine junge Japanerin, die nach dem tragischen Tod ihres Vaters gemeinsam mit Mama Ikuko von der großen Metropole hinaus in eine ländliche Kleinstadt zieht. Die Mutter flüchtet sich in die Arbeit und findet deshalb keine Zeit für ihre Tochter, welche arge Probleme hat, an diesem neuen Ort glücklich zu werden und Freunde zu finden. Zumindest, bis sie drei schrullig-dümmliche Geister befreit, mit denen sie fortan einige wilde Abenteuer erlebt.

Es braucht den Beistand von anderen, um Trauer zu überwinden – so die große Moral des Films, die er aber nicht auf großen Tellern, sondern in angenehm kleinen Portionen auftischt. Das Anime-typische Sujet vom Mädchen, dass in einer feindlichen Umgebung auf freundliche Geister trifft, ist auch hier wunderbar umgesetzt, sowohl ästhetisch wie inhaltlich. Der Detailgrad, die Landschaftsaufnahmen, die Animationen und Gesichtszüge: All das erfreut sich einer enormen Qualität. Wenig überraschend, aber deshalb nicht minder überzeugend ist die Grundstimmung, die stets auf dem schmalen Grat zwischen leichtherzigem Spaß und existenzieller Trauer balanciert. Die drei Geister sind ein Garant für humorvoll-alberne Momente, stehen der Protagonistin in den entscheidenden, tragischen Momenten aber dennoch bei. Große Empfehlung.

imdb / Trailer

Bild: (c) Universum Film

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