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Ran

Akira Kurosawa, JPN/FRA 1985

Ein weiterer Monumentalschinken aus der Feder der japanischen Regie-Legende Akira Kurosawa, in dem ein altehrwürdiger Fürst und Feldherr nach seiner letzten großen Eroberung den Brexit-Move macht: politische Pflichten abgeben, aber alle Rechte behalten. Sein Reich teilt er unter seinen drei Söhnen auf, verkracht sich dabei aber mit ihnen und zieht alsbald als geistig verwirrtes und körperlich verwahrlostes Gespenst durch seine ehemaligen Ländereien.

Kurosawa geht gewohnt kritisch mit dem historischen Erbe seines Landes ins Gericht und deutet es zu einer Metapher für eine größere Moral um, in diesem Falle die These, dass Macht nicht von Pflicht zu entkoppeln ist und dass der Mensch in einem Kreislauf der Gewalt gefangen zu sein scheint. So toll das aber auch durchweg geschrieben und so farbintensiv das auch inszeniert ist, so zäh fühlen sich die zweieinhalb Stunden von Ran an. Wer das jedoch verkraften bekannt, bekommt einen gewohnt starken Historienfilm serviert.

imdb / Trailer

Bild: (c) Studiocanal

7 Kommentare zu „Ran Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ich liebe Kurosawa. Ich hatte ein Phase, da habe ich so alle seine großen bekannten Klassiker geguckt (obwohl ich zu meiner Schande sagen muss, dass ich da dann auch schon aufgehört habe). „Ran“ ist auf jeden Fall ein wuchtiger Film, den ich aber noch als ziemlich gut in Erinnerung habe. Muss ich unbedingt mal wieder gucken.

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