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Stronger

David Gordon Green, USA 2017

Jake Gyllenhaal steht auf extreme Rollen. Solche, in denen er sowohl laut schreien, als auch in sich gekehrt in die Leere starren kann. Solche, in denen nicht nur der Charakter, sondern auch der Körper im Vordergrund steht. Stronger scheint ihm deshalb auf den Leib geschneidert zu sein, kann er bei der Verkörperung von Jeff Bauman doch all diese Stärken (die man gleichfalls als gewollt bemüht beschreiben kann) ausspielen. Falls der Name Bauman nichts sagt: Es handelt sich um das „prominenteste“ Opfer des Anschlags auf den Boston-Marathon, dessen Bild kurz danach um die Welt ging.

Gyllenhaal spielt nun dessen Lebens- und Leidensweg nach dem Anschlag nach: die familiären Probleme, die wieder aufkeimende Liebe zu einer alten Freundin, das überschwängliche Interesse der Medien. Gerade Letzteres bestimmt einen Großteil der Handlung, ist es doch eben jenes Interesse, unteren deren Last Bowman zusammenzubrechen droht. Paradox, dass seine Lebensgeschichte dann jedoch von David Gordon Green verfilmt wurde…. Der Regisseur leistet dabei jedenfalls gute Arbeit, weiß, wie er sentimentale Momente und das Innenleben seines Protagonisten zu inszenieren hat. Zumindest bis zum Finale, in dem er eine Schiffsladung Pathos auspackt, die dem bis dahin soliden Film einen seltsamen Nachgeschmack verleihen. Kann man schauen, muss man aber nicht.

imdb / Trailer
Bild: (c) Lions Gate

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