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Rize

David LaChapelle, USA 2005

Dokumentationen über Breakdance (ja, das heißt genau so, und nicht etwa „Hip Hop tanzen“) gibt es viele. Genannt seien hier nur die äußerst sehenswerte Reportage Here we come über Breakdance in der DDR oder etwa Planet B-BoyDas größte Problem von Rize ist es also, aus dieser Masse herauszustechen – was ihm ehrlicherweise nicht gelingt. Regisseur David LaChapelle hat jedoch versucht, dieses Manko durch einen spezifischen Fokus auf die Tanzarten „Clowning“ und „Krumping“ wettzumachen. Und da wird es wieder interessant. Denn diese animalischen, rauschhaften, scheinbar chaotischen Stile haben nur entfernt mit klassischem, durchchoreografierten Breakdance zu tun.

LaChapelle verlässt sich in Rize auf seine Handkamera, findet also eine angemessene Form für den roughen Straßentanz, den er hier porträtiert. Er belässt es allerdings nicht bei einem reinen Porträt: Immer wieder zieht er Verbindungen zur sozialen Situation, zum kulturellen Erbe, zum prekären, von Gangkriminalität geprägten Alltag der afro-amerikanischen Jugendlichen, die seine Protagonisten sind. Davon hätte es ruhig etwas mehr sein können. Nichtsdestotrotz sehenswert.

Rize ist noch bis zum 16. Mai in der arte-Mediathek verfügbar.

imdb / Trailer

Bild: (c) Lions Gate Films

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