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In Time – Deine Zeit läuft ab

In Time, Andrew Niccol, USA 2011

In einer Zukunft, in der dank technologischer Errungenschaften weder Tod noch Altern eine Rolle mehr spielen, muss die breite Masse anders in Schach gehalten werden. Und so erhält jeder in der Welt von In Time nach seinem 25. Geburtstag ein bestimmtes Zeitkontingent, das zugleich als Währung dient und das für das eigene Ableben sorgt, sobald es auf Null fällt. Die Phrase „Zeit ist Geld“ ist hier also wörtlich genommen und zu einer großen Metapher umgedeutet worden, hinter der eine umfassende Kapitalismus- und Systemkritik stecken soll.

Die ist letztlich aber einfach nur verdammt platt („Es gibt genug Zeit für jeden“, „Die da oben wollen uns klein halten“) und fühlt sich deshalb bestenfalls wie ein Vehikel für einen mäßigen Thriller-Plot mit dezenten Science-Fiction-Anleihen an. Justin Timberlake rennt und kämpft sich hier durch eine halb-dystopische Welt – ein glücklicher Zufall sorgt dafür, dass er der Armut entkommt und die Welt der Reichen und Schönen kennenlernt. Da gibt es ein paar ganz nette Storyideen, aber ausschließlich langweilige Figuren und eine absolut vorhersehbare Dramaturgie. Woran diese Zukunftsvision für mich aber scheitert, ist die schlichte Tatsache, dass es die „Zeit=Geld=Leben“-Technologie schon mindestens 100 Jahre geben soll, der Stand der übrigen Technik aber auf dem Niveau von 2010 stehen geblieben ist. Und das zerstört die Illusion fast komplett.

imdb / Trailer

Bild: (c) 20th Century Fox

5 Kommentare zu „In Time – Deine Zeit läuft ab Hinterlasse einen Kommentar

  1. Für mich einer dieser Fälle, bei dem ein richtig guter Film hätte rauskommen können. Man einzig bessere Schauspieler, Dialoge, Story und auch sonst alles einbauen müssen 😉

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  2. …dass es die „Zeit=Geld=Leben“-Technologie schon mindestens 100 Jahre geben soll, der Stand der übrigen Technik aber auf dem Niveau von 2010 stehen geblieben ist….

    Da weiß ich wieder, warum ich das ausgelassen habe 🙂

    Gefällt 1 Person

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