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Hana-Bi

Takeshi Kitano, JPN 1997 – Die Tochter ist tot, die Frau liegt im Sterben, der Kollege wird im Dienst angeschossen – nein, es ist wahrlich kein glückliches Leben, das der Zivilfahnder Yoshitaka da fristet.

In Hana-Bi erzählt Regisseur Takeshi Kitano (zulgeich in der Hauptrolle zu sehen) dessen triste, bedrückende und von Gewalt durchzogene Geschichte in eben solch tristen und bedrückenden Bildern. Der Titel – zu Deutsch: Feuerwerk – erscheint auf den ersten Blick also alles andere als passend. Doch immer wieder streut Kitano vieldeutige Gemälde von Wesen ein, deren Köpfe und Augen durch bunt strahlende Blumen ersetzt wurden. Visuelle Poesie auf einer abstrakten, aber doch greifbaren Ebene, kontrastiert von erschreckend explosiven Gewaltausbrüchen – ein Feuerwerk im doppelten Sinne.

Die zahlreichen Zeitsprünge verwirren derweil mehr, als sie dem Film hinzufügen. Und auch an das eher gemächliche Erzähltempo dürfte nicht jedermanns Sache sein. Als Erzählung über die Verarbeitung von Verlusten – sowohl vergangenen als auch kommenden – ist Hana-Bi jedoch ein unheimlich eindrückliches Werk. Und ein krasser Kontrast zu dem, wofür Takeshi Kitano Jahre später berühmt wurde.

Hana-Bi ist noch bis 30. September 2019 in der arte-Mediathek verfügbar.

imdb / Trailer

Bild: (c) Capelight Pictures

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