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Filme gesehen: KW 4 2015

Blues Brothers (The Blues Brothers, John Landis, USA 1980)
Man kann ja fast nirgendwo hingehen, ohne dass einen John Belushi und Dan Aykroyd von irgendeinem Poster oder T-Shirt aus mit ihren stylishen Sonnenbrillen und diesen lässigen Gesichtern ansehen. Die Blues Brothers sind zweifellos Kult und jetzt endlich konnte ich mir auch mal ansehen, wie das zustande kam. Erkenntnis: Blues Brothers ist ein großartiger Film. Ein phänomenaler Soundtrack, zwei gänzlich bekloppte Zerstörungorgien, ein Humor, der kaum abtruser sein könnte, und zahlreiche Gastauftritte von u.a. James Brown und Ray Charles – das reicht schon, um einen Klassiker hervorzubringen. Pflicht.
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Taxi Driver (Martin Scorsese, USA 1976)
Und noch so ein Klassiker. Robert De Niro tritt in einer seiner Paraderollen als einsamer und innerlich zerfallender Taxifahrer auf und Scorsese ist in bester Form. Was hier in Sachen Iszenierung, Dramaturgie und Schauspiel gerissen wird, ist schon äußerst beeindruckend. Einzig die letzten fünf Minuten (die so wirken, als hätten die großen Studiobosse noch krampfhaft ein Happy End einbauen wollen) hätte man sich sparen können und sollte man am besten auch gleich wieder vergessen.
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The Way back – Der lange Weg (The Way back, Peter Weir, USA 2010)
The Way back bedient sich eines vergleichsweise frischen Szenarios: sechs Männer fliehen aus einem sibirschen Gulag und wollen sich durch die zentralkontinentale Hölle Asiens bis nach Indien retten. Neben gern gesehenen Gesichtern wie Ed Harris und Colin Farrell sind es vor allem die tollen Landschaftsaufnahmen, die trockene Iszenierung und die unvorhersehbare Handlung, die am Ende einen wirklich tollen Film ergeben. Sehr zu empfehlen.
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Boyhood (Richard Linklater, USA 2014)
Jeder hat im letzten Jahr über diesen Film geredet und dabei ist schon so vieles gesagt worden: dass das ein ganz guter Streifen sei, dem aber der rote Faden fehle; dass die Hauptfigur am Ende ziemlich umsympathsisch und ungreifbar werden würde; aber dass man in jedem Falle den Produktionsaufwand (Dreharbeiten über zwölf Jahre hinweg(!)) respektieren müsse. Das alles stimmt, aber gerade mich konnte Boyhood am genau richtigen Punkt treffen. Diese Reise durch die total normale Jugend eines weißen Mittelstandskindes mag für viele banal sein, doch es war auch eine Reise durch meine eigene Jugend: Gameboy, Probleme in der Familie, die erste XBox, all die Filme, die Musik, die Trends und Hypes, die Ungewissheit über die spätere Rolle in der Gesellschaft, die typischen Probleme mit dem anderen Geschlecht – das, was hier gezeigt wird, war zu einem großen Teil auch mein Leben. Und deshalb gehöre ich wohl auch genau zur Zielgruppe des Films.
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Bodyguards and Assassins (Shi yue wei cheng, Teddy Can, CHN 2009)
Ich hatte mir eigentlich gar nicht so viel von Bodyguards and Assassins erwartet – umso überraschter war ich, wie gut er ist. Im Hongkong des Jahres 1906 beginnt eine Gruppe westlich geprägter Chinesen eine Revolution gegen die herrschende Dynastie. Im Film wird das auf eine simple Beschützermission reduziert und trotzdem gelingt es dem Regisseur hier nicht nur eine verdammt spannende Handlung zu erzählen, die er mit tollen Kampfszenen garniert, sondern das Ganze auch für hiesige Sehgewohnheiten erträglich zu machen. Für Fans von politischen Historiendramen ohnehin Pflicht – jeder andere kann aber auch mal einen Blick riskieren.
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Hugo Carbret (Hugo, Martin Scorsese, USA 2011)
Als ich die ersten Minuten von Hugo Cabret gesehen hatte, hatte ich eher einen Guillermo Del Toro im Hinterkopf – keinesfalls aber einen Martin Scorsese. Mit eher negativen Erinnerungen an Pans Labyrinth, die die traumartige Optik in mir wachrief, bereitete ich mich schon auf das Schlimmste vor. Dann aber – kurz bevor ich das Interesse und den Faden verlor – wurde der Film zu etwas völlig anderem: einer Liebeserklärung an das frühe Kino und einen ganz spziellen Filmpionier. Und am Ende saß ich einfach nur glücklich darüber, dass ich doch noch bis zum Ende durchgehalten hatte, da.
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Die Hüter des Lichts (Rise of the Guardians, Peter Ramsey, USA 2012)
Man stelle sich folgende Storygrundlage vor: ein russischer Biker-Gang-Weihnachtsmann, eine hyperaktive Zahnfee, ein stummer Sandmann und ein in Kampfsport bewanderter Osterhase müssen im Auftrag des Mann im Mond gegen den Schwarzen Mann antreten. Wie die Verantwortlichen es geschafft haben, ihren Studiobossen dieses Konzept anzudrehen, ist mir ein Rätsel. Aber trotzdem ist das Ergebnis ein Animationsfilm, der in jedem Fall für die Kleineren unter uns sehr gut anschaubar ist – aber auch Erwachsenen (wie zum Beispiel mir) gefallen könnte.
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Sin City 2: A Dame to kill for (Sin City: A Dame to kill for, Frank Miller/Robert Rodriguez, USA 2014)
Wer diesen Blog aufmerksam liest, weiß, dass ich ein wenig Angst vor Sin City 2 hatte. Ob die nun begründet war oder nicht, ist im Nachinein schwer zu sagen. Denn der Film ist zwar ziemlich durchwachsen, aber auch nicht wirklich schlecht. Solche Kleinigkeiten wie Mickey Rourkes neue Maske (die diesmal etwas zu entstellt ist), zwei bis drei echt schlechte Actionsequenzen und einige Unstimmigkeiten mit der Story des Vorgängers sind ja zu verschmerzen. Dafür gibt es auch mehr von dem, was schon Sin City seinerzeit so gut gemacht hat. Aber dennoch wurde ich den Eindruck nicht los, dass der Film in 2D stellenweise einfach nicht funktioniert, weil man ihm seine Künstlichkeit insgesamt dann doch stärker ansieht als dem ersten Teil.
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